WLAN QR Code erstellen – ein Scan statt Passwort-Diktat

Ein WLAN-QR-Code enthält Netzname, Verschlüsselungstyp und Passwort in einem standardisierten Format. Wer ihn mit der Kamera scannt, bekommt vom Betriebssystem die Rückfrage „Mit Netzwerk verbinden?“ — und ist danach im Netz, ohne ein einziges Zeichen getippt zu haben.

Das spart nicht nur das Vorlesen kryptischer Passwörter im Café oder in der Ferienwohnung. Es erlaubt auch endlich ein wirklich langes Gäste-Passwort, weil es niemand mehr abtippen muss.

WLAN-Code erstellen

WLAN-QR-Code in vier Schritten

  1. 1

    Netzname exakt eintragen

    Die SSID muss zeichengenau stimmen, inklusive Groß- und Kleinschreibung sowie Leerzeichen. „Cafe Nord“ und „Cafe_Nord“ sind zwei verschiedene Netze — bei Abweichung sucht das Handy nach einem Netz, das es nicht gibt.

  2. 2

    Verschlüsselung wählen

    In fast allen Fällen WPA/WPA2 (auch für WPA3-Netze die richtige Wahl). WEP nur bei sehr alter Hardware, „keine“ ausschließlich bei tatsächlich offenen Netzen ohne Passwort.

  3. 3

    Passwort eingeben

    Genau so, wie es im Router hinterlegt ist. Sonderzeichen sind kein Problem. Da niemand es mehr abtippt, spricht nichts gegen ein langes, zufälliges Passwort — im Gegenteil.

  4. 4

    Drucken und aufstellen

    Mindestens 3 × 3 cm für den Tischaufsteller, deutlich größer für Wand oder Schaufenster. Eine Zeile darunter wie „WLAN: einfach scannen“ erhöht die Nutzung spürbar. Vor der Auflage mit einem iPhone und einem Android-Gerät testen.

Wofür sich WLAN-Codes lohnen

  • Gastronomie und Hotellerie: Aufsteller auf dem Tisch oder Karte im Zimmer statt Passwort auf der Rückseite der Rechnung.
  • Ferienwohnungen: einmal laminiert im Willkommensordner — funktioniert auch, wenn niemand vor Ort ist.
  • Büros und Praxen: ein Code für das Gästenetz im Wartebereich, während das interne Netz getrennt bleibt.
  • Veranstaltungen und Coworking: ein Aushang statt hundert Einzelauskünfte.
  • Werkstätten und Läden mit Personalwechsel: der Code ist die Dokumentation, das Passwort muss niemand kennen.

Sicherheit: Gastnetz statt Hauptnetz

Ein WLAN-QR-Code ist kein Zugangsschutz — er ist die bequeme Form der Weitergabe. Wer den Aushang fotografiert, hat das Passwort. Für öffentlich zugängliche Räume gilt deshalb: den Code immer für ein separates Gastnetz erzeugen, nie für das Netz, in dem Kasse, NAS, Drucker oder Praxissoftware hängen.

Fast jeder aktuelle Router bietet dafür ein Gastnetz mit Client-Isolation. Wechselt das Gästepasswort, druckst du einen neuen Code — der alte Aushang funktioniert dann nicht mehr, was in dem Fall genau richtig ist.

Statisch — und das ist hier ein Vorteil

WLAN-Zugangsdaten stehen direkt im Muster; es gibt bei diesem Typ keine Weiterleitung, die man später umbiegen könnte. Der Code ist damit dauerhaft kostenlos, funktioniert ohne Konto, ohne Abo und auch dann noch, wenn das Handy des Gastes offline ist — es wird ja gerade erst verbunden.

Die Kehrseite: Ändert sich SSID oder Passwort, brauchst du einen neuen Ausdruck. Plane den Aushang deshalb so, dass ein Nachdruck billig ist — Kartendruck statt gravierter Messingschild.

WLAN-QR-Code jetzt erstellen

Netzname, Verschlüsselung, Passwort — fertig. Kostenlos, ohne Abo, sofort als PNG oder SVG.

WLAN-Code erstellen

Häufige Fragen

Funktioniert ein WLAN-QR-Code auf iPhone und Android?

Ja. iOS liest WLAN-Codes seit iOS 11 direkt mit der Kamera-App, Android seit Version 10 systemweit; auf älteren Android-Geräten übernimmt das die Kamera-App des Herstellers oder Google Lens. Beide zeigen eine Rückfrage, bevor die Verbindung hergestellt wird — es passiert also nichts unbemerkt.

Ist mein WLAN-Passwort im QR-Code sichtbar?

Ja, es ist im Muster kodiert und für jeden auslesbar, der den Code scannt oder abfotografiert. Der Code ersetzt die Weitergabe des Passworts, er verbirgt es nicht. Deshalb gehört er ins Gastnetz und nicht ins Hauptnetz.

Was mache ich bei versteckter SSID?

Bei einem nicht gesendeten Netznamen setzt du im Generator die Option für versteckte SSID. Ohne dieses Kennzeichen sucht das Handy nach einem sichtbaren Netz und findet keines — die Verbindung schlägt dann trotz korrektem Passwort fehl.

Was kostet ein WLAN-QR-Code?

Nichts. WLAN-Codes sind statisch, damit unbegrenzt und dauerhaft kostenlos, inklusive PNG- und SVG-Download nach der kostenlosen Registrierung. Ein Abo brauchst du nur für dynamische Codes, und die ergeben bei WLAN-Zugangsdaten ohnehin keinen Sinn.

Wie groß muss der Ausdruck sein?

Für einen Tischaufsteller, der aus rund 30 cm gescannt wird, reichen 3 × 3 cm. Für einen Aushang an der Wand rechne mit Scanabstand geteilt durch zehn: aus zwei Metern also etwa 20 × 20 cm. Rundherum vier Module Rand frei lassen und nicht auf glänzendes Laminat drucken.